Neuseeland, oder „Hin und wieder zurück“: erstmals in Wellington

Es wird Zeit, die neuseeländischen Berichte fortzuführen, solange ich mich noch an irgendetwas erinnern kann. 🙂
Nach der Tour zum Schicksalsberg fuhren wir geschwind nach Wellington, denn der Weg dorthin dauert viereinhalb Stunden, wir mussten aber noch unseren Mietwagen abgeben. Allerdings waren wir unterwegs darauf bedacht, die Straßenschilder zu lesen, denn wir wußten ja schon, dass überall Orte verstreut sind, wo man die AUSSICHTEN so richtig genießen kann.

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Und tatsächlich lugte etwas von hinter Bäumen hervor: die Raukawa-Fälle auf dem Mangawero-Fluß.

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Leider hatten wir Pech. Noch 2011 waren diese Wasserfälle 50 Meter breit, doch nach einem Erdrutsch ist die ganze Struktur zusammengebrochen. Früher erinnerten sie an die argentinischen Iguasu-Wasserfälle. Was soll man da machen! Doch nun kann man sehr gut den weißblauen Papa-Stein sehen, wie er von den Maoris genannt wird – eine Art Kalkstein.

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Die herumliegenden Berge sahen während unserer Reise alle praktisch gleich aus, braun und von der Dürre ausgebrannt. Und Schafe, die die Überreste des Grases zu Ende kauten.

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Unterwegs nach Wellington trafen wir auf allerlei Schilder, die an Nicknames von Freunden erinnerten,

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oder einfach nur lustig waren.

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Hier hat mein Mann Peter aufgeblickt, denn sein Nick lautet ja „TheHutt“.

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Auch ein Foto eines Oldtimers, den wir unterwegs trafen, möchte ich nicht vorenthalten.

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Als wir nach Wellington kamen und das Auto im Verleih abgegeben hatten, stellten wir fest, dass die Orgie mit dem Namen „Hutt“ weitergeht.

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Dieser Hutt, und zwar Sir William Hutt, war ein britischer Politiker, der sich aktiv mit der Kolonisierung von Neuseeland im 19. Jahrhundert befaßte. Dabei hat er das Land nie selbst besucht, doch seinen Namen tragen ein Fluß, ein Tal sowie zwei Städte: Upper Hutt und Lower Hutt. Ganz zu schweigen von den Straßen.

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Und noch zwei Namen, die die Besucher der RingCon vielleicht kennen dürften. Es war witzig, sie zusammen auf einem Möbelgeschäft anzutreffen.

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Am Abend gingen wir durch die Stadt spazieren. Wir bestaunten den Hauptbahnhof von Wellington, der 1937 eröffnet wurde.

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In diesem sympathischen Gebäude befindet sich eine Jugendherberge, doch früher war hier das Waterloo-Hotel, in dem Königin Elisabeth II während ihrer Krönungstournee 1953 unterkam.

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Und das ist eines der Gebäude des neuseeländischen Palaments, im Volksmund „Bienenstock“ genannt.

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Dem Gebäude der neuseeländischen Post widmeten wir eine besondere Aufmerksamkeit, denn es wurden dort die Silouetten der Zwerge sowie Bilbo aus dem „Hobbit“ aufgebaut.

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An der Seite hing ein großes Poster mit einer der Briefmarke, die die neuseeländische Post für den „Hobbit“ herausbrachte.

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Man stellt sich in Pose.

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Und noch ein Bild auf das Gebäude.

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Nachdem unser Hobbit-Programm für den Abend vorbei war, spazierten wir über die Uferpromenade.

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Wellington erinnerte mich irgendwie an Auckland – auch ein Ort voller Buchten, und auf jedem Hügel stehen Häuschen mit einer schönen Aussicht in die Ferne.

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In einem Moment schauten wir nach unten und sahen einen riesigen Rochen, der im Hafen umherschwomm. Wir waren geschockt. 🙂

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Wunderschöne Farben beim Sonnenuntergang.

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Im Hafen von Wellington gibt es viele Skulpturen und Installationen. Eine davon sind die Seeigel. Der größte von denen wiegt 7,5 Tonnen. Wenn Flut ist, stehen sie teilweise unter Wasser, und in der Nacht werden sie schön angeleuchtet.

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In Queens Wharf gibt es eine Fülle von Restaurants. Als wir jedoch da waren, saß niemand mehr draußen.

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Für mich ist das Vorhandensein von öffentlichen Toiletten ein wichtiges Merkmal des Respekts einer Stadt seinen Bürgern gegenüber. Und Wellington war top: kaum dass ich daran nur dachte, ob es vielleicht in der Nähe einen WC geben könnte, schon war er zur Stelle! Gut gemacht, Stadt!

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Gegen Ende besuchten wir in der Nacht einen Pilgerspaziergang zum Embassy Theatre, wo die Weltpremieren von „Die Rückkehr des Königs“ und von „Eine unerwartete Reise“ stattfanden. Von den Interieurs dieses Kinos werde ich später noch erzählen – sie sind es wert!

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Am nächsten Tag waren wir den ganzen Tag auf einer Tour der Locations von „Der Herr der Ringe“, über die Peter schon einen ausführlichen Bericht geschrieben hat. Hier kann es auf Russisch gelesen werden.
Danach verbrachten wir noch einen ganzen Tag in Wellington. Was wir da gemacht haben – davon erzähle ich nächstes Mal.

Und noch ein paar praktische Links. Eine interessante Seite über die Uferpromenade der Stadt mit vielen Spaziergängen.
http://wellington.govt.nz/about-wellington/wellington-waterfront
Eine Seite über aktuelle Events im Hafenbereich:
http://www.eventfinder.co.nz/venue/wellington-waterfront-wellington

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