Elsa Yaskovskaya.

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Kategorie: Hessen

Frankenberg: ein verschlafenes Städtchen mit seinen hitzköpfigen Bewohnern

Als wir unsere Fahrt zum Schloss Hessenstein planten, habe ich natürlich gleich angefangen, die Karte nach etwas Interessantem in der Nähe abzusuchen. Und fand es gleich – die Fachwerkstadt Frankenberg. In Köln haben wir einen richtigen Fachwerkmangel, so dass wir uns darauf losstürzten.

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Diese Ortschaft im jetzigen Bundesland Hessen war stets sehr beliebt: über der Stadt am Fluß Eder steht ein Berg, auf dem schon im 5. Jahrhundert die Franken eine Festung errichteten, um ihre Feinde, die Sachsen, zu bekämpfen. Daher auch der Name: Frankenberg.

Dann, im 12. Jahrhundert, gehen diese Ländereien an den Landgrafen von Thüringen über, er baut dort eine Burg und eine Siedlung östlich davon – eben Frankenberg. Im Jahre 1244 wird Frankenberg erstmalig als Stadt brieflich erwähnt. Die Stadt liegt auf einem großen Handelsweg, der von Frankfurt ausgeht, und ist daher sehr wohlhabend. Weiterlesen

Burg Hessenstein: alles hat ein Ende, nur die Burg hat zwei

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Diese Burg hat auch eine Leidensgeschichte hinter sich, wie schon die Burg Windeck, von der ich schrieb. Obwohl man es auf den ersten Blick nicht sieht. Und überhaupt: sie steht zumindest noch! Weiterlesen

Die Ritter der ausgestreckten Zunge und ein Armbrustschütze ohne Armbrust

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Eine weitere interessante Burg für meine Sammlung – die 850-jährige Burg Breuberg in Hessen. Im Vergleich zu anderen Burgen hatte sie Glück, da sie für ihr Alter relativ gut erhalten ist. Es gab Zeit, wo die Burg auf einmal mehrere Besitzer hatte, und alle hatten aus- und umgebaut, nicht immer ästhetisch. Wenigstens haben sie die Burg nicht zerstören lassen. 🙂

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Der älterste Bau ist der Bergfried, von der sich eine Ansicht auf rote Dächer und rosafarbene Burgwände aus Sandstein bietet. Oben auf der Brüstung haben während des Zweitem Weltkireges in der Burg untergebrachte  russische und ukrainische Zwangsarbeiter ihre Namen eingeritzt. Weiterlesen

Ein musikalisches Kloster unterm Sternenhimmel

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Die Stiftsruine in Bad Hersfeld ist die größte romanische Kirchenruine der Welt. Das Kloster wurde im 8. Jahrhundert gegründet und gehörte dem Orden der Benediktiner. Es hat eine turbulente Vergangenheit: im 12. Jahrhundert wurde das Stift nach einem Brand neu erbaut, dann 600 Jahre später von Franzosen wieder in Brand gesteckt. Danach wollte es keiner wieder aufbauen, und das, was man heutzutage sieht, sind die Ruinen vom 12. Jahrhundert.

Seit 1951 führt man im ehemaligen Stift jährlich musikalische und Theater-Festspiele unter offenem Himmel auf, für die Zuschauer wurden speziell Bänke errichtet. Diese Ruine wird „ein akustisches Wunder“ genannt, weil die von den Schauspielern gesprochenen Worte in der ersten und letzten Zuschauerreihen gleich gut zu hören sind. Ins Innere ließ man uns nicht, da man die Bühne zur Vorstellung vorbereitete, darum mussten wir uns mit einem großen Foto am Eingang begnügen. Aber auch von außen sieht das Kloster unglaublich schön aus. 🙂

Im Stift, 36251 Bad Hersfeld Google Maps

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© 2020 Elsa Yaskovskaya.

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